Die vorgeschlagene Überprüfung des Emissionshandelssystems (EHS) der Europäischen Union, die im Juli 2026 veröffentlicht wurde, soll die Klimapolitik an den Zielen des Staatenbundes für 2040 ausrichten und zu einem Motor für Innovation und Investitionen machen. Ein Strategiepapier mit Schwerpunkt auf Luftfahrt und Schifffahrt kommt jedoch zu dem Schluss, dass der aktuelle Vorschlag Investitionen in saubere Kraftstoffe in beiden Sektoren nicht ausreichend unterstützen würde.
Das Papier weist darauf hin, dass Luftfahrt und Seeverkehr erhebliche Einnahmequellen des EHS sind, und argumentiert, dass ein Teil dieser Mittel dazu verwendet werden sollte, die Risiken der Herstellung und Einführung von E-Fuels zu senken. Es bezeichnet erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs (RFNBOs) als wichtig, um die Ziele der Vorschriften FuelEU Maritime und ReFuelEU Aviation zu erreichen.
Zu seinen Empfehlungen zählt das Papier die Forderung, 50 % der nationalen EHS-Einnahmen für die Dekarbonisierung vorrangiger Sektoren, darunter E-Fuels für Luftfahrt und Schifffahrt, zweckzubinden und die Berichterstattung zu verschärfen, um die Einhaltung sicherzustellen. Außerdem schlägt es vor, die beiden Sektoren in EU-weite Fördermechanismen wie den ETS Investment Booster, die Industrial Decarbonisation Bank und den Modernisierungsfonds aufzunehmen.
Die Verfasser empfehlen zudem, bis 2028 einen Fördertopf für E-Fuels einzurichten und Maßnahmen zur Marktgestaltung, darunter zweiseitige Auktionen, einzusetzen, um Angebot und Nachfrage zusammenzuführen und Investitionsentscheidungen voranzubringen. Sie sagen, bestehende Förderprogramme für nachhaltige Flugkraftstoffe und den Seeverkehr sollten ebenfalls verbessert werden, weisen jedoch darauf hin, dass diese Maßnahmen die umfassendere marktbildende Rolle von Auktionen nicht ersetzen können.
Der Artikel, in dem das Strategiepapier vorgestellt wird, wurde von CleanTechnica veröffentlicht und nennt T&E als Quelle.
Quellen: CleanTechnica.