Das chinesische Mengxi-Netz im Westen der Inneren Mongolei verfügte am 27. Oktober über 20,23 GW betriebsbereite Energiespeicherkapazität mit einer Gesamtkapazität von 70,47 GWh, wie aus Daten des Netzbetreibers Inner Mongolia Power Group hervorgeht. Speicher machen 11,5 % der installierten Leistung des Netzes aus; ihre durchschnittliche nominale Speicherdauer beträgt etwa 3,5 Stunden.

In den ersten zehn Monaten des Jahres 2026 kamen 6,555 GW Speicherkapazität hinzu, ein Anstieg von 47,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dazu trug die Inbetriebnahme großer unabhängiger Speicherprojekte in Wuchuan und Baotou bei.

Wind- und Solarenergie machen fast 60 % der installierten Erzeugungsleistung des Mengxi-Netzes aus. Am 22. Oktober erreichte die erneuerbare Stromerzeugung mit 720 GWh einen Tagesrekord und entsprach damit 60,2 % der gesamten Stromerzeugung. Auch die Windstromerzeugung stellte mit 560 GWh einen Tagesrekord auf.

Die Nutzung von Speichern ist parallel zur Erzeugung erneuerbarer Energie gestiegen. Bis zum 27. Oktober erreichten die kumulierten Lade- und Entlademengen 15,78 TWh beziehungsweise 14,04 TWh. Beide lagen damit mehr als 400 % über dem Vorjahreswert. In den ersten zehn Monaten des Jahres nahm das Netz 95-mal eine Notfallsteuerung von Speichern vor. Der höchste gemeldete Beitrag lag bei 12,25 GW und entsprach 33 % der damaligen Stromlast des Netzes.

Inner Mongolia Power Group hat 126 Speicherstationen an eine zentrale Überwachungsplattform angebunden. Nach Angaben des Betreibers kombiniert das System unter normalen Bedingungen eine marktorientierte Steuerung mit zentralisierten Notfalleingriffen bei Versorgungsengpässen.

Das Unternehmen plant, sechs selbst finanzierte Speicherprojekte voranzutreiben, darunter Vorhaben in Chunkunshan, Hanhai und Erzihao. Außerdem unterstützt es 2026 den Netzanschluss von nahezu 10 GW neuer Speicherkapazität. Das Mengxi-Netz versorgt acht Gebiete auf Präfekturebene in der zentralen und westlichen Inneren Mongolei und wird getrennt vom Netz der östlichen Inneren Mongolei betrieben, das von State Grid verwaltet wird.

Quellen: pv magazine.